Jüdische Orte in Unterfranken und ihre Shoa-Opfer
Diese Seite wurde unter dem Titel „Jüdische Gemeinden und Wohnorte in Unterfranken 1933“ seit 2020 durch Dr. Rotraud Ries und Nathalie Jäger im Johanna-Stahl-Zentrum konzipiert sowie für einen Teil der Gemeinden recherchiert und geschrieben (siehe „Einführung und Ziele“). Sie ist Teil des historischen Informationsangebots DenkOrt 2.0 zum DenkOrt Deportationen und dient dazu, an die zerstörten Gemeinden und an das Schicksal ihrer jüdischen Bewohner:innen zu erinnern. Nach der Beendigung ihrer Tätigkeit im Zentrum im Frühjahr/Sommer 2022 wurde den Autorinnen eine ehrenamtliche Fortsetzung dieses wichtigen Projekts auf der Website des DenkOrts nicht ermöglicht. Auch Korrekturen und Ergänzungen an den bereits fertigen Artikeln waren nicht mehr möglich.
Wegen der Bedeutung des Themas für die regionale Erinnerungskultur haben die Autorinnen deshalb die Seite hier noch einmal neu angelegt. Die Artikel zu allen jüdischen Gemeinden und Wohnorten werden hier angezeigt, können künftig bei Bedarf aktualisiert und um neue Artikel ergänzt werden. Alle jüdischen Gemeinden und Wohnorte, die mit einem Gepäckstück am DenkOrt in Würzburg vertreten sind, haben inzwischen einen Artikel und eine Liste ihrer Shoa-Opfer. Weitere Artikel für wenige Orte, die sich bislang nicht am DenkOrt-Projekt beteiligen, werden im Moment nicht bearbeitet.
AKTUELLER HINWEIS: Die Seite „Orte & Menschen“ auf der Website zum DenkOrt Deportationen, auf die in jedem Artikel zu den Deportationen aus Unterfranken verlinkt wird, bezog ursprünglich ihre Daten aus der Biographischen Datenbank Jüdisches Unterfranken (JUF DB). Sie wurden regelmäßig aktualisiert. Die Verbindung zwischen beiden Seiten besteht jedoch seit 2021 nicht mehr, die Daten sind nun statisch und punktuell veraltet. So gibt es fast für jeden Ort Personen, deren Zuordnung zum Wohnort 1933 überholt ist. Aktualisierungen können nicht mehr angezeigt werden.
Die Kurzbiographien für die aus Unterfranken deportierten Shoa-Opfer, die Teil der JUF-Datenbank sind, werden nur noch auf der Seite „Orte & Menschen“ präsentiert. Da die darin eingebetteten Links zur JUF-Datenbank nicht mehr funktionieren, können weitere Informationen zu allen Personen nur einzeln über die Adresse https://juf.stadtarchiv-digital.de/render/82 in der Datenbank gesucht werden.
Im Raum des heutigen Unterfranken bestanden 1933 109 Jüdische Kultusgemeinden, denen weitere Wohnorte jüdischer Menschen zugeordnet waren. Aktuell sind 146 Orte bekannt. In ihnen wohnten mehr als 8 500 Personen, die Mitglied in den Gemeinden waren oder in Einzelfällen allein wegen ihrer jüdischen Herkunft vom NS-Staat verfolgt wurden.
Unter den unten folgenden Links zu den Artikeln sind Jüdische Wohnorte ohne Kultusgemeinde kursiv geschrieben.